Orte
Der Tourismus an der Ostalgarve beschränkt sich auf ein paar kleine Fischerdörfer an der Küste, wobei Monte Gordo als einzige größere Stadt fast an der Grenze zu Spanien liegt. Obwohl Faro die Hauptstadt der Algarve und etwas belebter ist, ist sie mit ihrer Cidade Velha (Altstadt), der Fußgängerzone mit Geschäften, der schönen Kathedrale und den vielen Cafés und Restaurants sicher einen Besuch wert. Olhão, östlich von Faro, hat ein Stadtzentrum im maurischen Stil und interessante, lebendige Markthallen am Kai.
Was Dörfer und Städte angeht, sollten Sie sich Tavira nicht entgehen lassen, das am Ufer des Rio Gilão erbaut wurde. In Tavira können Sie durch die Gassen schlendern, eine der 30 Kirchen besuchen, in der Markthalle Fisch kaufen oder einfach nur einen Bica (Kaffee) auf einer der vielen Terrassen trinken.
Nicht weit von Tavira entfernt liegt Santa Luzia, ein ursprüngliches Fischerdorf mit mehreren guten (Frischfisch-)Restaurants am Kai. Östlich von Tavira befindet sich die kleine Cacela Velha, ein altes 'Räubernest', das, oberhalb der Lagune gelegen, einen fantastischen Blick über die Ria Formosa und die Küste bietet.
Zwischen Obstgärten und Orangenplantagen, am Fuße der Serra de Monte Figo gelegen, ist Moncarapacho ein typisches Dorf dieser Region. Es ist lebendig, wirklich portugiesisch, dazu. Die einzigen Ausländer, die Sie dort finden werden, sind die sogenannten 'Residenten', die sich rund um das Dorf niedergelassen haben. Moncarapacho hat mehrere Restaurants, Cafés mit Terrassen und Supermärkte. Jeden ersten Sonntag im Monat findet der sogenannte 'Zigeunermarkt' statt, auf dem Sie alles finden, was Sie kaufen möchten: von Hühnern bis zu T-Shirts und von lokalem Honig bis zu Schuhen.
Besonders sehenswert ist das Kirchenmuseum von Moncarapacho, in dem die private archäologische und ethnographische Sammlung des Pfarrers ausgestellt ist. Seit mehr als 50 Jahren sammelt er die unterschiedlichsten Objekte. Schön ist die angrenzende Kapelle mit gelb-blau-olivgrünen Azulejos (Wandfliesen) aus dem 16. und 17. Jahrhundert. In der 'Olaria', am Eingang des Dorfes, werden noch immer Keramiken auf traditionelle Art und Weise gebrannt. Sie können Aschenbecher und Schornsteine kaufen, die typisch für die Algarve sind.